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Zentrales Mahngericht · Nordrhein-Westfalen

Mahngericht Hagen: OLG-Bezirke Düsseldorf und Hamm

Stand
08.09.2026
Rechtsgrundlage
§ 689 Abs. 3 ZPO

Vom Niederrhein über das Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen: Wer dort wohnt oder seinen Sitz hat, bekommt seinen Mahnbescheid aus Hagen. Die Zentrale Mahnabteilung des Amtsgerichts bearbeitet den größeren Teil Nordrhein-Westfalens; nur das Rheinland um Köln, Bonn und Aachen gehört nach Euskirchen.

Anschrift und Kontakt

Amtsgericht Hagen - Zentrale Mahnabteilung für die Bezirke der Oberlandesgerichte Düsseldorf und Hamm Hagener Str. 145 58099 Hagen
Postanschrift
58081 Hagen
Fax
02331 967-700

Zuständig für

Zuständigkeitsgebiet des Mahngericht Hagen: OLG-Bezirke Düsseldorf und HammHervorgehoben: Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster, Detmold und Arnsberg.
  • Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster, Detmold und Arnsberg

Sitz oder Wohnsitz des Antragstellers, § 689 Abs. 2 ZPO. Alle Mahngerichte nach Bundesland

Einreichung

  • Online-Mahnantrag
  • Barcode-Mahnantrag
  • EGVP / sichere Übermittlungswege (beA, beN, beBPo, OSCI)

Ist das Amtsgericht Hagen Ihr Mahngericht?

Maßgeblich ist Ihr eigener Sitz oder Wohnsitz als Antragsteller, § 689 Abs. 2 ZPO - nicht der des Schuldners.

Fünf Ziffern. Oder wählen Sie Ihr Bundesland.

Ich wohne nicht in Deutschland.

Für welche Städte das Mahngericht Hagen arbeitet

Landeswappen Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen
Landeswappen von Nordrhein-Westfalen - das Mahngericht arbeitet für Antragsteller aus diesem Land.

Nordrhein-Westfalen hat seine Mahnverfahren nicht bei einem, sondern bei zwei Amtsgerichten gebündelt, § 689 Abs. 3 ZPO. Die Zentrale Mahnabteilung in Hagen übernimmt die Bezirke der Oberlandesgerichte Düsseldorf und Hamm. Zum Bezirk Düsseldorf zählen nach Angaben des Oberlandesgerichts sechs Landgerichte: Düsseldorf, Duisburg, Kleve, Krefeld, Mönchengladbach und Wuppertal. Der Bezirk Hamm umfasst zehn: Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Detmold, Dortmund, Essen, Hagen, Münster, Paderborn und Siegen.

Damit deckt Hagen das Ruhrgebiet, den Niederrhein, das Bergische Land, Westfalen und Ostwestfalen-Lippe ab – Essen, Dortmund, Düsseldorf, Bochum, Wuppertal, Bielefeld, Münster und viele mehr. Ausgenommen ist nur der Bezirk des Oberlandesgerichts Köln mit den Landgerichten Aachen, Bonn und Köln; dort ist das Mahngericht Euskirchen zuständig. Ob Ihr Sitz zu Hagen gehört, nennt Ihnen der Finder in der Seitenspalte zur Postleitzahl.

Ihr Schuldner sitzt in Köln, Sie in Essen

Dann ist Hagen zuständig. Für das Mahngericht zählt der allgemeine Gerichtsstand des Antragstellers, § 689 Abs. 2 ZPO – bei einem Unternehmen der Sitz, § 17 Abs. 1 ZPO, bei einer Privatperson der Wohnsitz, § 13 ZPO. Der Sitz des Schuldners zählt erst nach einem Widerspruch: Nach ihm richtet sich in der Regel das Streitgericht.

Der Antrag nach Hagen: drei Wege, kein Fax

Die Zentrale Mahnabteilung nimmt Anträge über die sicheren Übermittlungswege der Justiz (beA, beN, beBPo), über den Online-Mahnantrag der Länder und als Barcode-Antrag an. Verfahrensanträge mit Vordruckzwang dürfen nicht per Fax kommen, per E-Mail derzeit gar nicht. Für uns als registrierten Rechtsdienstleister für Inkassodienstleistungen gilt ohnehin nur die maschinell lesbare Form, § 702 Abs. 2 ZPO – wir reichen jeden Antrag elektronisch ein.

Beim Antrag selbst kommt es auf wenige Angaben an: die Parteien mit vollständiger Bezeichnung, § 690 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, den Anspruch mit getrennt bezifferten Haupt- und Nebenforderungen, § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO, und das Streitgericht für den Fall des Widerspruchs, § 690 Abs. 1 Nr. 5 ZPO. Diese Angaben prüfen wir vor der Einreichung, und beanstandet das Gericht eine davon, beantworten wir die Monierung.

Gebühr und Kostenrechnung des Mahngerichts Hagen

Die Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Streitwert: eine halbe Gebühr, mindestens 38,00 €, Nr. 1100 KV GKG. Bei einer Forderung von einigen tausend Euro liegt sie entsprechend höher, wie die Kostenrechnung unten zeigt. Bezahlt werden muss sie beim maschinellen Verfahren erst vor dem Vollstreckungsbescheid, § 12 Abs. 3 GKG. Der Gebührenrechner in diesem Kapitel rechnet Ihre Forderung durch, die vollständige Staffel steht in seinem Reiter „Tabelle“ und unter Kosten des Mahnbescheids.

Was kostet der Mahnbescheid bei Ihrer Forderung?

Der Streitwert ist die Hauptforderung. Zinsen, Mahnkosten und andere Nebenforderungen bleiben bei ihm außen vor, § 43 Abs. 1 GKG – in den Antrag kommen sie trotzdem.

Die Hauptforderung ohne Zinsen und Nebenkosten.

Sind Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt?Wer Umsatzsteuer abführt, holt die Steuer auf unsere Vergütung als Vorsteuer zurück; für ihn zählt der Nettobetrag. Der Schuldner ersetzt die Umsatzsteuer nur, wenn Sie sie nicht als Vorsteuer abziehen können, § 104 Abs. 2 Satz 3 ZPO.

Unternehmer in der Regel ja, Privatpersonen und Kleinunternehmer nein. Der Antrag fragt danach.

AntragstellerStellen zwei Gläubiger den Antrag gemeinsam, etwa Ehegatten oder Gesellschafter, erhöht sich die Vergütung für den Antrag. Die Gerichtsgebühr bleibt gleich.
Ihr Schuldner istBestimmt den Zinssatz: fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, § 288 Abs. 1 BGB, neun bei Entgeltforderungen aus einem Geschäft, an dem kein Verbraucher beteiligt ist – auch Sie nicht, § 288 Abs. 2 BGB.
Sie selbst haben gehandeltNeun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gibt es nur, wenn an dem Geschäft kein Verbraucher beteiligt ist, § 288 Abs. 2 BGB – auch Sie nicht. Verbraucher ist, wer ein Rechtsgeschäft als natürliche Person zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder gewerblich noch selbständig beruflich sind, § 13 BGB. Ohne Ihre Angabe rechnet der Rechner mit fünf Prozentpunkten.
In Verzug ist der Schuldner nach Fälligkeit und Mahnung, § 286 Abs. 1 BGB. Ist ein Zahlungstermin nach dem Kalender vereinbart, braucht es keine Mahnung, § 286 Abs. 2 BGB; ein Datum, das nur auf der Rechnung steht, genügt dafür nicht. Bei einer Entgeltforderung kommt der Schuldner spätestens in Verzug, wenn er nicht binnen 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung zahlt, gegenüber Verbrauchern nur mit Hinweis darauf in der Rechnung, § 286 Abs. 3 BGB.

Sie strecken vor

GerichtsgebührEine halbe Gebühr nach dem Streitwert, mindestens 38,00 €, Nr. 1100 KV GKG. Beim maschinell erstellten Mahnbescheid soll erst der Vollstreckungsbescheid nach Zahlung ergehen, nicht schon der Mahnbescheid, § 12 Abs. 3 GKG. Zustellungskosten kommen nicht dazu: Die Pauschale nach Nr. 9002 KV GKG greift erst ab der elften Zustellung.–
Vergütung für den AntragNach den Sätzen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes; bis zu dieser Höhe kann der Gläubiger sie vom Schuldner ersetzt verlangen, § 13e Abs. 1 RDG. Unsere Staffel, Stand 18.08.2026. Die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB ist auf einen Ersatz von Kosten der Rechtsverfolgung anzurechnen; wir führen sie deshalb nicht gesondert auf.Wir prüfen den Antrag, stellen ihn beim zuständigen Mahngericht und überwachen die Fristen bis zum Vollstreckungsbescheid–
Zusammen–
Wird ein Vollstreckungsbescheid nötigWiderspricht der Schuldner nicht binnen zwei Wochen nach Zustellung, § 692 Abs. 1 Nr. 3 ZPO, beantragen wir den Vollstreckungsbescheid, spätestens sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheids, § 701 ZPO. Er ist der Titel, aus dem vollstreckt wird. Eine weitere Gerichtsgebühr erhebt das Gericht dafür nicht.für den zweiten Antrag, der aus dem Bescheid den Titel macht–

Der Schuldner schuldet Ihnen dannbei berechtigter ForderungWiderspricht der Schuldner, ergeht insoweit kein Vollstreckungsbescheid; die Sache geht auf Antrag einer Partei an das Streitgericht, § 696 Abs. 1 ZPO. Dort entsteht die Verfahrensgebühr von 3,0, auf die die halbe Gebühr des Mahnverfahrens angerechnet wird, Nr. 1210 KV GKG; dazu kommen gegebenenfalls Kosten anwaltlicher Vertretung. Wer unterliegt, trägt die notwendigen Kosten des Rechtsstreits, § 91 Abs. 1 ZPO – bei berechtigter Forderung also der Schuldner, auch die des Streitverfahrens.

Hauptforderung–
Verzugszinsen bis heuteTaggenau ab dem Tag nach dem Verzugsbeginn, entsprechend § 187 Abs. 1 BGB, bis heute oder zum gewählten Stichtag, für jeden Tag mit dem Basiszinssatz, der damals galt; er ändert sich zum 1. Januar und 1. Juli, § 247 Abs. 1 BGB. Die Zinsen laufen bis zur Zahlung weiter.–
VerfahrenskostenDie unterliegende Partei trägt die Kosten des Verfahrens, § 91 Abs. 1 ZPO. Im Mahnverfahren nimmt das Gericht die bis dahin entstandenen Kosten in den Vollstreckungsbescheid auf, § 699 Abs. 3 ZPO; sie werden mit der Hauptforderung vollstreckt.Gerichtsgebühr und Vergütung–
Zusammendazu Ihre Mahnkosten nach Eintritt des Verzugs, die Sie im Antrag mit angeben–
Wird ein Vollstreckungsbescheid nötigauch diese Vergütung nimmt das Gericht in den Bescheid auf, § 699 Abs. 3 ZPO–

Sie erfassen Forderung und Schuldner online, ohne Registrierung; wir prüfen den Antrag vor der Einreichung beim Mahngericht.

Mahnbescheid beantragen

Gerichtsgebühren

Gerichtsgebühren
Forderung bisGerichtsgebührVergütung AntragZusammenVollstreckungs­bescheid
500,00 €38,00 €73,54 €111,54 €36,77 €
1.000,00 €38,00 €132,80 €170,80 €57,00 €
1.500,00 €41,00 €183,86 €224,86 €80,03 €
2.000,00 €51,50 €233,24 €284,74 €104,72 €
3.000,00 €62,75 €304,05 €366,80 €140,12 €
4.000,00 €74,00 €374,85 €448,85 €175,53 €
5.000,00 €85,25 €445,66 €530,91 €210,93 €
6.000,00 €96,50 €516,46 €612,96 €246,33 €
7.000,00 €107,75 €587,27 €695,02 €281,73 €
8.000,00 €119,00 €658,07 €777,07 €317,14 €
9.000,00 €130,25 €728,88 €859,13 €352,54 €
10.000,00 €141,50 €799,68 €941,18 €387,94 €
13.000,00 €156,75 €865,13 €1.021,88 €420,67 €
16.000,00 €172,00 €930,58 €1.102,58 €453,39 €
19.000,00 €187,25 €996,03 €1.183,28 €486,12 €
22.000,00 €202,50 €1.061,48 €1.263,98 €518,84 €
25.000,00 €217,75 €1.126,93 €1.344,68 €551,57 €
30.000,00 €238,00 €1.229,27 €1.467,27 €602,74 €
35.000,00 €258,25 €1.331,61 €1.589,86 €653,91 €
40.000,00 €278,50 €1.433,95 €1.712,45 €705,08 €
45.000,00 €298,75 €1.536,29 €1.835,04 €756,25 €
50.000,00 €319,00 €1.638,63 €1.957,63 €807,42 €
65.000,00 €389,00 €1.757,04 €2.146,04 €866,62 €
80.000,00 €459,00 €1.875,44 €2.334,44 €925,82 €
95.000,00 €529,00 €1.993,85 €2.522,85 €985,02 €
110.000,00 €599,00 €2.112,25 €2.711,25 €1.044,23 €
125.000,00 €669,00 €2.230,66 €2.899,66 €1.103,43 €
140.000,00 €739,00 €2.349,06 €3.088,06 €1.162,63 €
155.000,00 €809,00 €2.467,47 €3.276,47 €1.221,83 €
170.000,00 €879,00 €2.585,87 €3.464,87 €1.281,04 €
185.000,00 €949,00 €2.704,28 €3.653,28 €1.340,24 €
200.000,00 €1.019,00 €2.822,68 €3.841,68 €1.399,44 €
230.000,00 €1.124,00 €2.989,28 €4.113,28 €1.482,74 €
260.000,00 €1.229,00 €3.155,88 €4.384,88 €1.566,04 €
Nr. 1100 KV GKG, Stand 01.06.2025. Vergütung nach unserer Staffel, Stand 18.08.2026; die Spalte zeigt brutto oder netto, wie im Rechner gewählt.

Die Zustellung des Mahnbescheids hemmt die Verjährung, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB, bei demnächst folgender Zustellung schon ab Eingang des Antrags, § 167 ZPO. Wann Ihre Forderung verjährt, zeigt der Verjährungsrechner.

Gerichtsgebühr nach dem Streitwert, Nr. 1100 KV GKG, Stand 01.06.2025; Verzugszinsen mit dem Basiszinssatz nach § 247 BGB, Stand 1. Juli 2026. Alle Beträge stehen unter Kosten und Gebühren. Unverbindliche Schätzung, ersetzt keine Rechtsberatung.

Zahlt der Schuldner nicht und widerspricht er nicht, nimmt das Gericht die Gebühr in den Vollstreckungsbescheid auf, § 699 Abs. 3 ZPO; sie wird dann zusammen mit der Forderung vollstreckt. Verzugszinsen kommen hinzu, soweit sie beantragt sind, und bei einer Entgeltforderung gegen einen Schuldner, der kein Verbraucher ist, die Pauschale von 40,00 € nach § 288 Abs. 5 BGB. Was Ihnen an Zinsen zusteht, zeigt der Verzugszinsrechner.

Was nach dem Mahnbescheid aus Hagen passiert

Der Mahnbescheid wird dem Schuldner zugestellt, § 693 Abs. 1 ZPO, und Sie erhalten die Zustellungsnachricht, § 693 Abs. 2 ZPO. Ab der Zustellung laufen zwei Wochen, § 692 Abs. 1 Nr. 3 ZPO. Widerspricht der Schuldner, gibt Hagen den Rechtsstreit auf Antrag an das im Mahnbescheid benannte Streitgericht ab, § 696 Abs. 1 ZPO – bei einem Schuldner aus Dinslaken etwa an das dortige Amtsgericht, wie in der Abgabenachricht unten. Bleibt der Widerspruch aus, beantragen wir den Vollstreckungsbescheid, § 699 Abs. 1 ZPO, binnen sechs Monaten ab Zustellung des Mahnbescheids, § 701 ZPO.

Die Zustellung des Mahnbescheids hemmt die Verjährung, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB – wer eine Forderung kurz vor dem Jahreswechsel sichern will, sollte den Antrag nicht in die letzte Woche legen. Den gesamten Weg mit allen Fristen beschreibt der Ablauf des gerichtlichen Mahnverfahrens.

Wenn der Widerspruch Hagen zu spät erreicht

Ein verspäteter Widerspruch geht nicht ins Leere. Kommt er erst nach dem Vollstreckungsbescheid, wird er als Einspruch behandelt, § 694 Abs. 2 ZPO, und Hagen gibt den Rechtsstreit von Amts wegen an das Streitgericht ab, § 700 Abs. 3 ZPO – einen Antrag des Gläubigers braucht es dafür nicht.

Laut der Abgabenachricht ging die Sache an das Amtsgericht Erlangen, und von dort kam die Aufforderung, den Anspruch binnen zwei Wochen in der Form einer Klageschrift zu begründen, § 697 Abs. 1 ZPO. Dieses Schreiben und was der Titel in dieser Lage noch wert ist, zeigt der Beitrag zum Vollstreckungsbescheid.

Mahngericht Hagen: Anschrift und Kontakt

Die Zentrale Mahnabteilung des Amtsgerichts Hagen hat ein eigenes Dienstgebäude in der Hagener Straße – nicht im Hauptgebäude des Amtsgerichts.

KontaktAmtsgericht Hagen
GerichtAmtsgericht Hagen – Zentrale Mahnabteilung für die Bezirke der Oberlandesgerichte Düsseldorf und Hamm
AnschriftHagener Str. 145, 58099 Hagen
Postanschrift58081 Hagen
Telefon02331 967-5
Fax02331 967-700
E-Mailpoststelle.zema@ag-hagen.nrw.de (für Rückfragen, nicht für Anträge)

Verfahrensanträge nimmt das Gericht über diese Adresse nicht an; wo Formulare eingeführt sind, müssen sie benutzt werden, § 703c Abs. 2 ZPO. Die Adresse dient Rückfragen.

Häufige Fragen

Welches Mahngericht ist in NRW zuständig?

Nordrhein-Westfalen hat zwei: das Amtsgericht Hagen für die Bezirke der Oberlandesgerichte Düsseldorf und Hamm, also Ruhrgebiet, Niederrhein und Westfalen, und das Amtsgericht Euskirchen für den Bezirk des Oberlandesgerichts Köln mit Köln, Bonn und Aachen. Ihr Sitz entscheidet, § 689 Abs. 2 ZPO; die Prüfung oben auf dieser Seite ordnet ihn nach der Postleitzahl zu.

Ist das Mahngericht Hagen für Düsseldorf zuständig?

Ja. Der Landgerichtsbezirk Düsseldorf gehört zum Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf, und für diesen Bezirk ist die Zentrale Mahnabteilung in Hagen zuständig.

Und für Köln?

Nein. Köln liegt im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln; dafür ist das Mahngericht Euskirchen zuständig. Die Grenze verläuft entlang der Oberlandesgerichtsbezirke, nicht entlang der Regierungsbezirke.

Wo finde ich heraus, welchem Oberlandesgerichtsbezirk mein Sitz angehört?

Am einfachsten über den Finder in der Seitenspalte: Postleitzahl eingeben, und er nennt Hagen oder Euskirchen. Die Zuständigkeitstabelle der Länder auf mahngerichte.de führt dieselbe Zuordnung.

Übernimmt Hagen auch arbeitsrechtliche Mahnverfahren?

Nein. Forderungen aus Arbeitsverhältnissen gehören vor die Arbeitsgerichte mit eigenem Mahnverfahren. Das Mahngericht Hagen bearbeitet das zivilprozessuale Mahnverfahren nach den §§ 688 bis 703d ZPO.

Warum sitzt die Mahnabteilung nicht im Amtsgericht Hagen?

Die Zentrale Mahnabteilung ist eine Abteilung des Amtsgerichts Hagen mit eigenem Dienstgebäude in der Hagener Straße 145. Für Mahnsachen ist diese Anschrift die richtige, nicht die des Hauptgebäudes.

Was kostet der Mahnbescheid bei 4.584,00 € Forderung?

Das zeigt die Kostenrechnung oben: 85,25 € Gerichtsgebühr. Für andere Beträge rechnet der Gebührenrechner auf dieser Seite; Grundlage ist Nr. 1100 KV GKG.

Rechtlicher Hinweis

Diese Seite informiert allgemein zum genannten Stand und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Wir prüfen sie sorgfältig, eine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir trotzdem nicht. Maßgeblich sind das Gesetz und die Auskunft des zuständigen Gerichts.