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Zentrales Mahngericht · Bremen

Mahngericht Bremen: zuständig für das Land Bremen

Stand
08.09.2026
Rechtsgrundlage
§ 689 Abs. 3 ZPO

Das kleinste Land hat ein eigenes Mahngericht: Die Mahnabteilung des Amtsgerichts Bremen in der Ostertorstraße erlässt die Mahnbescheide für Antragsteller aus Bremen und Bremerhaven. Wer im niedersächsischen Umland sitzt, gehört nicht dazu, so nah die Stadtgrenze auch liegt.

Anschrift und Kontakt

Amtsgericht Bremen - Mahnabteilung, zentrales Mahngericht für das Land Bremen Ostertorstr. 25-31 28195 Bremen
Fax
0421 496-34851
Sprechzeiten
Telefonische Servicezeit: Montag bis Freitag 9:00 bis 12:30 Uhr

Zuständig für

Zuständigkeitsgebiet des Mahngericht Bremen: zuständig für das Land BremenHervorgehoben: Bremen.
  • Bremen

Sitz oder Wohnsitz des Antragstellers, § 689 Abs. 2 ZPO. Alle Mahngerichte nach Bundesland

Einreichung

  • Online-Mahnantrag
  • Barcode-Mahnantrag
  • EGVP / sichere Übermittlungswege (beA, beN, beBPo, OSCI)

Ist das Amtsgericht Bremen Ihr Mahngericht?

Maßgeblich ist Ihr eigener Sitz oder Wohnsitz als Antragsteller, § 689 Abs. 2 ZPO - nicht der des Schuldners.

Fünf Ziffern. Oder wählen Sie Ihr Bundesland.

Ich wohne nicht in Deutschland.

Mahngericht Bremen: Stadt, Bremerhaven und die Grenze zum Umland

Landeswappen Bremen Bremen
Landeswappen von Bremen - das Mahngericht arbeitet für Antragsteller aus diesem Land.

Die Freie Hansestadt Bremen besteht aus zwei Städten, die sechzig Kilometer auseinanderliegen, und beide gehören zu einem Mahngericht: der Mahnabteilung des Amtsgerichts Bremen. Das Land hat das Mahnverfahren dort gebündelt, wie § 689 Abs. 3 ZPO es zulässt. Eine Reederei aus Bremerhaven, ein Steuerbüro in der Neustadt und eine Vermieterin aus Vegesack stellen ihren Antrag deshalb beim selben Gericht, § 689 Abs. 2 ZPO.

Die Grenze verläuft entlang der Landesgrenze, nicht entlang des Stadtgebiets, wie man es erlebt. Delmenhorst, Stuhr, Weyhe, Achim, Lilienthal und Schwanewede sind Niedersachsen; Antragsteller von dort gehören zum Mahngericht Uelzen, auch wenn ihre Kunden in Bremen sitzen. Umgekehrt bleibt ein Bremer Gläubiger bei Bremen, selbst wenn sein Schuldner in Oldenburg wohnt. Der Sitz des Schuldners wird erst nach einem Widerspruch wichtig, weil sich nach ihm in der Regel das Streitgericht richtet. Hat ein Gläubiger gar keinen Sitz in Deutschland, etwa eine Reederei mit Sitz in Rotterdam, ist bundesweit das Amtsgericht Wedding zuständig, § 689 Abs. 2 ZPO.

Der Antrag an die Mahnabteilung

Die Mahnabteilung nimmt Anträge über die sicheren Übermittlungswege der Justiz (beA, beN, beBPo und OSCI-konforme Verfahren), über den Online-Mahnantrag der Länder und als Barcode-Antrag an. Die E-Mail-Adresse der Abteilung ist für Rückfragen da, nicht für Verfahrensanträge; Vordruckanträge per Fax sind ausgeschlossen. Als registrierter Rechtsdienstleister für Inkassodienstleistungen reichen wir maschinell lesbar ein, § 702 Abs. 2 ZPO.

Für den Antrag gilt in Bremen dasselbe wie überall: Der Antragsgegner muss mit vollständiger Bezeichnung angegeben werden, § 690 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, und der Anspruch so, dass er sich von anderen unterscheiden lässt, § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO. Das Streitgericht, § 690 Abs. 1 Nr. 5 ZPO, ist bei einem Schuldner aus Bremen häufig wieder das Amtsgericht Bremen – dann nur in anderer Funktion; wir benennen es im Antrag. Das Ausfüllbeispiel unten zeigt die Zeile im amtlichen Vordruck.

Wofür Bremer Gläubiger den Mahnbescheid nutzen: Verjährung

Ein Grund, den Antrag zu stellen, hat mit dem Zahlungswillen des Schuldners wenig zu tun: die Verjährung. Die regelmäßige Frist beträgt drei Jahre, § 195 BGB, und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von ihm und dem Schuldner Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen, § 199 Abs. 1 BGB; sie endet deshalb mit einem 31. Dezember. Die Zustellung des Mahnbescheids hemmt sie, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB, und die Hemmung wirkt auf den Eingang des Antrags zurück, wenn die Zustellung demnächst erfolgt, § 167 ZPO. Ein Antrag, der am 20. Dezember in Bremen eingeht, kann also eine Forderung sichern, deren Verjährung am 31. Dezember abläuft – vorausgesetzt, er ist vollständig, die Anschrift stimmt und der Mahnbescheid wird demnächst zugestellt.

Genau daran scheitert es im Dezember oft: Eine Monierung, § 691 Abs. 1 ZPO, oder eine Nichtzustellung schiebt die Zustellung ins neue Jahr, und ob sie dann noch „demnächst“ ist, hängt davon ab, wie lange sich die Zustellung durch Umstände verzögert, die der Antragsteller zu vertreten hat. Wir prüfen Anschrift und Angaben deshalb vor dem Antrag, nicht danach. Wann welche Forderung verjährt, steht unter Verjährung von Forderungen; wie viel Zeit bei Ihrer Forderung noch bleibt, rechnet der Verjährungsrechner aus.

Kosten des Mahnverfahrens in Bremen

Die Mahnabteilung rechnet nach dem Gerichtskostengesetz ab, wie jedes Mahngericht: eine halbe Gebühr nach dem Streitwert, wenigstens 38,00 €, Nr. 1100 KV GKG. Weil der Mahnbescheid maschinell erstellt wird, hängt erst der Vollstreckungsbescheid von ihrer Zahlung ab, § 12 Abs. 3 GKG; im Erfolgsfall wird sie mit vollstreckt, § 699 Abs. 3 ZPO. Der Gebührenrechner in diesem Kapitel nennt den Betrag, sein Reiter „Tabelle“ die gesamte Staffel; alle Kostenarten stehen unter Kosten des Mahnbescheids.

Was kostet der Mahnbescheid bei Ihrer Forderung?

Der Streitwert ist die Hauptforderung. Zinsen, Mahnkosten und andere Nebenforderungen bleiben bei ihm außen vor, § 43 Abs. 1 GKG – in den Antrag kommen sie trotzdem.

Die Hauptforderung ohne Zinsen und Nebenkosten.

Sind Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt?Wer Umsatzsteuer abführt, holt die Steuer auf unsere Vergütung als Vorsteuer zurück; für ihn zählt der Nettobetrag. Der Schuldner ersetzt die Umsatzsteuer nur, wenn Sie sie nicht als Vorsteuer abziehen können, § 104 Abs. 2 Satz 3 ZPO.

Unternehmer in der Regel ja, Privatpersonen und Kleinunternehmer nein. Der Antrag fragt danach.

AntragstellerStellen zwei Gläubiger den Antrag gemeinsam, etwa Ehegatten oder Gesellschafter, erhöht sich die Vergütung für den Antrag. Die Gerichtsgebühr bleibt gleich.
Ihr Schuldner istBestimmt den Zinssatz: fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, § 288 Abs. 1 BGB, neun bei Entgeltforderungen aus einem Geschäft, an dem kein Verbraucher beteiligt ist – auch Sie nicht, § 288 Abs. 2 BGB.
Sie selbst haben gehandeltNeun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gibt es nur, wenn an dem Geschäft kein Verbraucher beteiligt ist, § 288 Abs. 2 BGB – auch Sie nicht. Verbraucher ist, wer ein Rechtsgeschäft als natürliche Person zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder gewerblich noch selbständig beruflich sind, § 13 BGB. Ohne Ihre Angabe rechnet der Rechner mit fünf Prozentpunkten.
In Verzug ist der Schuldner nach Fälligkeit und Mahnung, § 286 Abs. 1 BGB. Ist ein Zahlungstermin nach dem Kalender vereinbart, braucht es keine Mahnung, § 286 Abs. 2 BGB; ein Datum, das nur auf der Rechnung steht, genügt dafür nicht. Bei einer Entgeltforderung kommt der Schuldner spätestens in Verzug, wenn er nicht binnen 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung zahlt, gegenüber Verbrauchern nur mit Hinweis darauf in der Rechnung, § 286 Abs. 3 BGB.

Sie strecken vor

GerichtsgebührEine halbe Gebühr nach dem Streitwert, mindestens 38,00 €, Nr. 1100 KV GKG. Beim maschinell erstellten Mahnbescheid soll erst der Vollstreckungsbescheid nach Zahlung ergehen, nicht schon der Mahnbescheid, § 12 Abs. 3 GKG. Zustellungskosten kommen nicht dazu: Die Pauschale nach Nr. 9002 KV GKG greift erst ab der elften Zustellung.–
Vergütung für den AntragNach den Sätzen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes; bis zu dieser Höhe kann der Gläubiger sie vom Schuldner ersetzt verlangen, § 13e Abs. 1 RDG. Unsere Staffel, Stand 18.08.2026. Die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB ist auf einen Ersatz von Kosten der Rechtsverfolgung anzurechnen; wir führen sie deshalb nicht gesondert auf.Wir prüfen den Antrag, stellen ihn beim zuständigen Mahngericht und überwachen die Fristen bis zum Vollstreckungsbescheid–
Zusammen–
Wird ein Vollstreckungsbescheid nötigWiderspricht der Schuldner nicht binnen zwei Wochen nach Zustellung, § 692 Abs. 1 Nr. 3 ZPO, beantragen wir den Vollstreckungsbescheid, spätestens sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheids, § 701 ZPO. Er ist der Titel, aus dem vollstreckt wird. Eine weitere Gerichtsgebühr erhebt das Gericht dafür nicht.für den zweiten Antrag, der aus dem Bescheid den Titel macht–

Der Schuldner schuldet Ihnen dannbei berechtigter ForderungWiderspricht der Schuldner, ergeht insoweit kein Vollstreckungsbescheid; die Sache geht auf Antrag einer Partei an das Streitgericht, § 696 Abs. 1 ZPO. Dort entsteht die Verfahrensgebühr von 3,0, auf die die halbe Gebühr des Mahnverfahrens angerechnet wird, Nr. 1210 KV GKG; dazu kommen gegebenenfalls Kosten anwaltlicher Vertretung. Wer unterliegt, trägt die notwendigen Kosten des Rechtsstreits, § 91 Abs. 1 ZPO – bei berechtigter Forderung also der Schuldner, auch die des Streitverfahrens.

Hauptforderung–
Verzugszinsen bis heuteTaggenau ab dem Tag nach dem Verzugsbeginn, entsprechend § 187 Abs. 1 BGB, bis heute oder zum gewählten Stichtag, für jeden Tag mit dem Basiszinssatz, der damals galt; er ändert sich zum 1. Januar und 1. Juli, § 247 Abs. 1 BGB. Die Zinsen laufen bis zur Zahlung weiter.–
VerfahrenskostenDie unterliegende Partei trägt die Kosten des Verfahrens, § 91 Abs. 1 ZPO. Im Mahnverfahren nimmt das Gericht die bis dahin entstandenen Kosten in den Vollstreckungsbescheid auf, § 699 Abs. 3 ZPO; sie werden mit der Hauptforderung vollstreckt.Gerichtsgebühr und Vergütung–
Zusammendazu Ihre Mahnkosten nach Eintritt des Verzugs, die Sie im Antrag mit angeben–
Wird ein Vollstreckungsbescheid nötigauch diese Vergütung nimmt das Gericht in den Bescheid auf, § 699 Abs. 3 ZPO–

Sie erfassen Forderung und Schuldner online, ohne Registrierung; wir prüfen den Antrag vor der Einreichung beim Mahngericht.

Mahnbescheid beantragen

Gerichtsgebühren

Gerichtsgebühren
Forderung bisGerichtsgebührVergütung AntragZusammenVollstreckungs­bescheid
500,00 €38,00 €73,54 €111,54 €36,77 €
1.000,00 €38,00 €132,80 €170,80 €57,00 €
1.500,00 €41,00 €183,86 €224,86 €80,03 €
2.000,00 €51,50 €233,24 €284,74 €104,72 €
3.000,00 €62,75 €304,05 €366,80 €140,12 €
4.000,00 €74,00 €374,85 €448,85 €175,53 €
5.000,00 €85,25 €445,66 €530,91 €210,93 €
6.000,00 €96,50 €516,46 €612,96 €246,33 €
7.000,00 €107,75 €587,27 €695,02 €281,73 €
8.000,00 €119,00 €658,07 €777,07 €317,14 €
9.000,00 €130,25 €728,88 €859,13 €352,54 €
10.000,00 €141,50 €799,68 €941,18 €387,94 €
13.000,00 €156,75 €865,13 €1.021,88 €420,67 €
16.000,00 €172,00 €930,58 €1.102,58 €453,39 €
19.000,00 €187,25 €996,03 €1.183,28 €486,12 €
22.000,00 €202,50 €1.061,48 €1.263,98 €518,84 €
25.000,00 €217,75 €1.126,93 €1.344,68 €551,57 €
30.000,00 €238,00 €1.229,27 €1.467,27 €602,74 €
35.000,00 €258,25 €1.331,61 €1.589,86 €653,91 €
40.000,00 €278,50 €1.433,95 €1.712,45 €705,08 €
45.000,00 €298,75 €1.536,29 €1.835,04 €756,25 €
50.000,00 €319,00 €1.638,63 €1.957,63 €807,42 €
65.000,00 €389,00 €1.757,04 €2.146,04 €866,62 €
80.000,00 €459,00 €1.875,44 €2.334,44 €925,82 €
95.000,00 €529,00 €1.993,85 €2.522,85 €985,02 €
110.000,00 €599,00 €2.112,25 €2.711,25 €1.044,23 €
125.000,00 €669,00 €2.230,66 €2.899,66 €1.103,43 €
140.000,00 €739,00 €2.349,06 €3.088,06 €1.162,63 €
155.000,00 €809,00 €2.467,47 €3.276,47 €1.221,83 €
170.000,00 €879,00 €2.585,87 €3.464,87 €1.281,04 €
185.000,00 €949,00 €2.704,28 €3.653,28 €1.340,24 €
200.000,00 €1.019,00 €2.822,68 €3.841,68 €1.399,44 €
230.000,00 €1.124,00 €2.989,28 €4.113,28 €1.482,74 €
260.000,00 €1.229,00 €3.155,88 €4.384,88 €1.566,04 €
Nr. 1100 KV GKG, Stand 01.06.2025. Vergütung nach unserer Staffel, Stand 18.08.2026; die Spalte zeigt brutto oder netto, wie im Rechner gewählt.

Die Zustellung des Mahnbescheids hemmt die Verjährung, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB, bei demnächst folgender Zustellung schon ab Eingang des Antrags, § 167 ZPO. Wann Ihre Forderung verjährt, zeigt der Verjährungsrechner.

Gerichtsgebühr nach dem Streitwert, Nr. 1100 KV GKG, Stand 01.06.2025; Verzugszinsen mit dem Basiszinssatz nach § 247 BGB, Stand 1. Juli 2026. Alle Beträge stehen unter Kosten und Gebühren. Unverbindliche Schätzung, ersetzt keine Rechtsberatung.

Mahngericht Bremen: Anschrift und Kontakt

Die Mahnabteilung sitzt im Amtsgericht Bremen in der Ostertorstraße; Durchwahl, Fax und Servicezeit gelten für die Mahnabteilung, nicht für die Zentrale.

KontaktAmtsgericht Bremen
GerichtAmtsgericht Bremen – Mahnabteilung, zentrales Mahngericht für das Land Bremen
AnschriftOstertorstr. 25-31, 28195 Bremen
Telefon0421 361-6115
Fax0421 496-34851
E-Mailmahnabteilung@amtsgericht.bremen.de (für Rückfragen, nicht für Anträge)
SprechzeitenTelefonische Servicezeit: Montag bis Freitag 9:00 bis 12:30 Uhr

Das Justizportal Bremen nennt nur die Zentrale des Amtsgerichts; Durchwahl, Fax und Servicezeit der Mahnabteilung stehen auf mahngerichte.de.

Häufige Fragen

Hat Bremen wirklich ein eigenes Mahngericht?

Ja. Die Mahnabteilung des Amtsgerichts Bremen ist das zentrale Mahngericht des Landes Bremen. Die Annahme, Bremen gehöre zu Uelzen, ist verbreitet und falsch; Uelzen ist für Niedersachsen zuständig.

Gehört Bremerhaven zum Mahngericht Bremen?

Ja. Bremerhaven ist Teil des Landes Bremen, obwohl es von niedersächsischem Gebiet umgeben ist. Antragsteller aus Bremerhaven stellen den Antrag bei der Mahnabteilung in Bremen.

Ich sitze in Delmenhorst. Bremen oder Uelzen?

Uelzen. Delmenhorst liegt in Niedersachsen. Für das Mahngericht zählt Ihr Sitz, § 689 Abs. 2 ZPO, nicht die Nähe zur Stadt Bremen.

Wann ist die Mahnabteilung erreichbar?

Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:30 Uhr unter 0421 361-6115. Rückfragen sind auch per E-Mail an mahnabteilung@amtsgericht.bremen.de möglich; Anträge nicht.

Reicht der Antrag im Dezember, um die Verjährung zu stoppen?

Wenn der Mahnbescheid demnächst zugestellt wird, ja: Die Hemmung wirkt dann auf den Eingang des Antrags zurück, § 167 ZPO und § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB. Eine Monierung oder eine falsche Anschrift kann das zunichtemachen.

Welches Streitgericht wird nach einem Widerspruch zuständig?

Das im Antrag benannte, § 690 Abs. 1 Nr. 5 ZPO – in der Regel das Gericht am Sitz des Schuldners. Sitzt er im Land Bremen, ist das je nach Streitwert das Landgericht Bremen oder ein Amtsgericht: Bremen, Bremen-Blumenthal oder Bremerhaven.

Kann ich den Mahnbescheid in Bremen online beantragen?

Ja. Die Mahnabteilung des Amtsgerichts Bremen nimmt Anträge auf den elektronischen Wegen der Justiz an, nicht per E-Mail und nicht per Fax. Stellen wir den Antrag für Sie, erfassen Sie Forderung und Schuldner online, und er geht maschinell lesbar nach Bremen, § 702 Abs. 2 ZPO.

Rechtlicher Hinweis

Diese Seite informiert allgemein zum genannten Stand und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Wir prüfen sie sorgfältig, eine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir trotzdem nicht. Maßgeblich sind das Gesetz und die Auskunft des zuständigen Gerichts.